US Teamspielerinnen drohen mit WM-Streik

Kurz vor Beginn der Damen WM am 31. März in Plymouth, Michigan drohen die Damen des amerikanischen Nationalteams mit einem Streik und fordern für die Teilnahme eine faire Bezahlung.

Die Spielerinnen des US-Nationalteams verkündeten am Mittwoch, dass sie nicht an der Heim-WM Teilnehmen werden, wenn keine wesentlichen Fortschritte erreicht werden um die Damen angemessen zu bezahlen und Frauen-Programme zu unterstützen. Die amtierenden Weltmeister sind am Dienstag im Trainingslager angekommen. Die Spielerinnen sagten, sie glauben, dass in den Verhandlungen keine wesentlichen Fortschritte gemacht wurden, und infolgedessen informierte man USA-Hockey am Mittwoch, dass man nicht an der WM in Michigan teilmnehmen wird, wenn man in der Causa nicht weiterkommt.

„Wir fordern einen existenzsichernden Mindestlohn, volle Unterstützung der Frauenprogramme und ein Ende uns wie ein Anhängsel zu betrachten“ sagte Kapitän Meghan Duggan. „Wir haben unser Land mit Würde vertreten und verdienen es, mit Fairness und Respekt behandelt zu werden.“

Dave Ogrean, Geschäftsführer von USA-Hockey nimmt die Ankündigung ernst und rechtfertigt sich: „Wir haben die Anliegen erkannt und unseren Support für das Fraueneishockey proaktiv erhöht, während wir uns auf die Olympischen Winterspiele 2018 vorbereiten“. Diese Unterstützung implementiert ein sechsmonatiges Trainingslager, zusätzliche Stipendien und Medaillenprämien. Ogrean zufolge soll die Unterstützung demnach bis zu 85.000 USD ausmachen.

Johnette Howard, Kolumnistin bei ESPN hält das für absolut irreführend. Diese 85.000 beinhalten die Gelder von amerikanischen Olympischen Kommitee und setzt den Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen voraus. Außerdem würde dieser Betrag nur für das olympische Jahr gelten, wobei 60.000 USD überwiegend vom USOC kommen.

Bild: Sara Melikian/Flickr

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