Eishockey in Tränen

In einer bewegenden Trauerfeier in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, wurde dem verunglückten Team von Lokomotiv Yaroslavl gedacht.

Die Halle war zum Bersten gefüllt, doch die Stimmung war drückend. Die Fans skandierten nicht die Gesänge die ihr Team Dinamo Minsk zu Höchstleistungen anspornen sollte, sie waren still und traurig. Eigentlich sollten sich zu diesem Zeitpunkt 44 Eishockeycracks gegenüber und schöne Kombinationen, harte Checks und Tore auf dem Programm stehen. Doch das Schicksal ließ dies nicht zu.
Stattdessen war nur das Team von Dinamo auf dem Eis. Zu sehen bekamen sie nur die Portraits der Gegner, aufgestellt auf dem Eis. Auf den Rängen herrschten Trauer und Tränen.
Der sportliche Gegner Lokomotiv Yaroslavl fehlte. Und jene die noch vor wenigen Tagen das Dress des russischen Top-Klubs trugen werden nicht mehr spielen. Nie mehr. Sie wurden aus dem Leben gerissen. Das gesamte Team!

Wo die Fans Schlachtgesänge zum Besten geben lagen sie sich mit Tränen in den Armen. Lokomotiv, Dinamo,… das hatte an dieses mal keine Bedeutung. Zu groß ist die Tragödie für kleinliche Vereinsrivalitäten. Mit dem typisch russischen Pathos wurden der Toten gedacht. Einigen der Besten die es in diesem Sport gibt.

Die Spieler von Dinamo Minsk „versenkten“ für jeden Spieler von Lok Moskau symbolisch einen Puck im eigenen Tor. Weißrussische Eishockeylegenden angeführt von Präsident Lukaschenko legten anschließend Blumen in jenes Tor, vor dem zu diesem Zeitpunkt ein Tormann stehen sollte. Der weißrussische Präsident in Eishockeyausrüstung drehte noch eine Ehrenrunde um die Portaits der Spieler und hielt danach eine Trauerrede. Abschließend stellten noch Jugendspieler je eine Kerze vor jedem Portrait auf um die Spieler zu ehren.

Am Ende der Trauerfeier wurde es dann doch noch einmal laut, als die Halle den Namen „Lokomotiv“  skandierte!

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