AM BULLYPUNKT: Eurovisionen

Die Idee einer paneuropäischen Eishockeyliga ist weder neu noch originell. Solche Gedankenspiele waren schon in den 90er ständiger Begleiter des Eishockeys. Als die NFL einen Ableger in Europa etablierte war es dies auch für die NHL eine grundsätzlich mögliche Idee. Nur Europa war nicht Amerika und zu dieser Zeit waren grenzüberschreitende Ligen eher verpönt als gewollt.

Die erste echte Liga über mehrere Länder war die 1992 ins Leben gerufene Alpenliga, die aber nicht einmal ihren zehten Geburtstag erlebte. Ab 1996 versuchte sich die IIHF mit einer European Hockey League an einer Eishockeadaption der UEFA Champions League. Die Resonanz beim Publikum und den Teams war eher mau war, deswegen stellte man diese 2000 wieder ein.

Was heute in Westeuropa einer paneuropäischen Liga am Nächsten kommt, ist wie die Alpenliga eine österreichische Erfindung. Wie einst 1992, so wurde auch die EBEL in der aktuellen Version aus der Not geboren zuwenige Teams aus heimischen Landen für die höchste Spielklasse stellen zu können. Das Interesse an einer Teilnahme an der österreichischen Liga, war von slowenischen Teams wie Jesenice oder Ljubljana aus dem selben Grund gegeben. Nachdem der HK Jesenice den Anfang machte, umfasst die EBEL heute die Länder, Österreich, Tschechien, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Immer wieder gibt es auch Interessenten aus Deutschland und der Slowake, auch wenn dieses Interesse in erster Linie durch zweitklassige Teams besteht bzw. Teams denen der Abstieg droht.

Auch der zweite europäische Bewerb österreichischer Herkunft funktionert bisher tadellos. Die European Trophy, eine Privatveranstaltung von Red Bull, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt der Saisonvorbereitung gemausert, wo sich Teams aus den besten Ländern vergleichen. Dieses Jahr wird mit Slovan Bratislava auch ein Vetreter der KHL um die Trophy spielen. Das ist für die ET ein Imagegewinn!

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