Auf der Jagd nach den Blackwings

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Heute startet die EBEL Saison 2012/13. In einigen Belangen wird es ein interessantes Jahr für das österreichische Eishockey, da einige Neuerungen auf uns zukommen. Den Anfang machte das Austrian Hockey Board, bei dem ÖEHV und Erste Bank Liga gemeinsam an Problemlösungen für österreichs Eishockeyzukunft arbeiten sollen. Eine weitere Neuerung ist die Regelung der Disziplinarkommission. Erstmals sollen die Strafen in Finnland nach einem Videostudium und dem Refereebericht ausgesprochen werden. Es lebt die Hoffnung, dass bei der Strafbemessung künftig nicht mehr mit zweierlei Maß gemessen wird.
Zuletzt darf die EBEL auch zwei Neueinsteiger begrüßen, den Dornbirner Eishockey Club und HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck. Damit hat sich die Zahl österreichischer Teams auf acht erhöht. Ein wahrhaft erfreulicher Anlass zur Hoffnung.

Mit der neuen Saison, die bereits heute mit der Begegnung HDD Telemach Olimpija Ljubljana gegen die UPC Vienna Capitals beginnt, startet auch die Jagd auf die Champions der Liwest Blackwings Linz.
IceZone betrachtet kurz die Herausforderer.

Underdogs

Innsbruck und Dornbirn werden viel Geduld benötigen um in der EBEL mehr als nur ein Ärgernis zu sein. Der Übergang von der Nationalliga in die EBEL ist ein steiler! Man versuchte dies durch die Verpflichtung EBEL-erfahrener Cracks zu kompensieren. Die Vorarlberger etwa mit den in Salzburg ausgemusterten Danny Bois oder John Hecimovic, Innbruck etwa mit zwei Spieler die in Wien nie in Schwung kamen. Francis Lemieux konnte 2010 das Management nicht überzeugen, Jon Insana fiel der Wiener Seuchensaison zum Opfer.
Unter normalen Umständen sollte man beide Teams am Ende der Regular Season auch auf den beiden hinteren Plätzen wiederfinden.

Ambitionen

Bei drei Teams lief es letzte Saison absolut nicht nach Wunsch. Der VSV nutzte die Pleite die Playoffs verpasst zu haben um Nägel mit Köpfen zu machen. Neun Spieler gingen, darunter auch VSV Ikone Roland Kaspitz. Der stärkste im Adler-Jersey Bernhard Starkbaum nutzte ein Angebot aus Schweden. Zehn Spieler wurden angestellt und mit einem einzigeartigen Casting wurden noch junge Spieler zur Ergänzung verpflichtet. Villach erwartete sich eine deutliche Verbesserung der Vorjahresleistung. Ob es reichen wird?

Auch an der Mur möchte man nun nach Jahren wieder einen Aufwärtstrend erleben, dafür wurde kräftig umgebaut. In einem „Spieler-Austausch-Programm“ kamen drei Grazer nach Wien, und drei Capitals werden kommende Saison im Liebenauer Eisbunker auf Puckjagd gehen. Hinzu kommt mit Bob Wren der Meistermacher der Capitals aus dem Jahr 2005 zurück nach Österreich. Gerade von ihm erhoffen sich die Grazer die Akzente, die den Steirern zuletzt so fehlten.

Offiziell war die Debütsaison für den HC Orli Znojmo ein Jahr um sich in der EBEL zu orientieren und etablieren. Trotzdem konnte man eine gewisse Enttäuschung über die abgelaufene Saison nicht verbergen. Tschechische Ansprüche sehen anders aus. Aus diesem Grund graste man die Tschechische Republik nach ungenutzten Spielern ab und ergänzte durch Legionäre wie Burke Henry. Der Anspruch bleibt, leidig ist nur der begrenzte finanzielle Rahmen, der keine großen Sprünge zulässt. Coach Stloukal ist gefordert aus dem Team nun eine Einheit zu bilden, die auch über sich hinaus wachsen kann.

weiter….

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