KAC geht in Führung

VIC-KAC-POF1-087000 Zuschauer pilgerten in das Eissportzentrum Kagran um die Vienna Capital stimmkräftig zu unterstützen und einen Sieg ihrer Mannschaft gegen den Rivalen aus Klagenfurt zu sehen. Doch nach dem ersten Spiel steht es nun 0:1 für den KAC.

Man spürte in Wien, dass dies ein besonderer Augenblick ist. Eine elend lange Schlange wartete im Fanshop um einen der lediglich 500 Finalschals zu ergattern. Eine Wiederholung des Titels von 2005 sollte her.  Zur Wiederholung passte mit dem KAC auch der Gegener. Die ausverkaufte Halle war laut und forderte einen Sieg. So begann das Spiel auch dementsprechend. Es war schnell und hochkarätig mit Vorteilen für das Heimteam. Der KAC war von Trainer Christer Olsson jedoch gut eingestellt und machte hinten, gestützt auf Rene Swette dicht. Sobald die Klagenfurter im Puckbesitz waren, versuchten sie selbst ihr Glück in der Offensive und stellte die Wiener immer wieder vor Probleme. Die Stimmung sackte ab da man erkennen  musste, dass den Wienern der Spirit aus der Serie gegen Salzburg fehlte. Man stand zu weit vom Gegner weg, fuhr nur selten Checks aus und ließ sich selbst in der Offensive zu einfach abdrängen. Zudem agierte man oft zu kompliziert, suchte kaum den direkten Weg zu Tor. Das machte es für den KAC einfach.

VIC-KAC-POF1-03So wirkte das Anfangsdrittel phasenweise wie Schaulaufen ohne große Höhepunkte. Im Mittelabschnitt schwächte Raphael Herburger seinen KAC. Nachdem er in der Kühlbox schmoren musste, schickten ihn die Referees wegen Behinderung gleich noch einmal auf die Strafbank. Da hatte Herburger gerade 14 Sekunden auf dem Eis verbracht, nach Ablauf seiner ersten Strafe. Alleine die Wiener konnten vier Minuten Powerplay nicht nutzen. Der KAC machte seinen Defensivjob perfekt und die zur Seltenheit verkommenen Torschüsse neutralisierte ein groß aufspielender Rene Swette, sofern sie nicht von den Caps prinzipiell daneben gesetzt wurden. Es kam wie es kommen musste. Trotz leichter Überlegenheit der Wiener setzte Martin Schumnig nach Zuspiel von Herburger in der 34. Minute den Puck von der blauen Linie in die Maschen.

Im Schlussdrittel setzte man zwar viel auf den Ausgleich, doch bis ans Limit ging man selten. Selbst eine fast eineinhalb Minuten dauernde 5:3 Überzahl blieb ohne Erfolg, war dabei aber auch unglücklich als man nur Stange oder Außenetz traf. So verteidigte der KAC erfolgreich den Minimalvorsprung und ließ die Wiener nach 243 Heimspielen erstmals ohne Torferolg stehen.

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