Finale, FInale

Die Erste Bank Eishockeyliga ist nun in der allesentscheidenden Finalphase. Mit dem 1:2 Sieg nach Verlängerung über die Blackwings Linz setzten sich die Vienna Capitals im Semifinale mit 1:4 durch.
Während mit Red Bull Salzburg der Titelfavorit erwartungsgemäß im Endspiel steht, ist der Gegner mit den Capitals dann doch eine Überraschung.

Der Favorit aus der Mozartstadt präsentierte sich die gesamte Saison über als äußerst konstant und konnte über die Monate auch kontinuierlich zulegen. Hervorzuheben ist dabei die Fähigkeit der Bullen Spiele selbst noch in den letzten Minuten herumdrehen zu können. Das musste auch der KAC leidvoll zur Kenntnis nehmen, der in drei von vier Spielen in Führung war und am Ende doch immer wieder als Verlierer vom Eis ging. Selbst einen 3:0 Vorsprung gab man noch aus der Hand. So wurden die Klagenfurter mit einem Sweep aus dem Semifinale geworfen, der nicht ganz dem wahren Kräfteverhältnis entsprach. Am Ende entschieden dann Konzentrationsschwächen über die Niederlagen des Rekordmeisters.

In Ostösterreich gaben sich die beiden Kontrahenten aus Linz und Wien einen denkwürdigen Fight. Während die Oberösterreicher mit ähnlich wie Salzburg, im Laufe der Saison immer besser wurden, verabschiedeten sich die Vienna Capitals nach Weihnachten vom Erfolg. Es folgten blamable Niederlagen gegen die letzten drei Teams der Liga, wobei der offensichtlich fehlende Kampfgeist weit mehr störte als die Niederlagen an sich. In der Pick Round sammelten die Capitals sogar die wenigsten Punkte aller sechs Teams ein. Auf die gesamte Liga gerechnet, war in der Zwischenrund nur Innsbruck noch schlechter.

Ein Schachzug des Vereins brachte die Caps wieder in die Spur. Der vom akuten Burnout heimgesuchte Tom Pokel wurde in einer Nacht- und Nebelaktion vom ehemaligen Meistermacher der Wiener, Jim Boni ersetzt. Mit ihm kam neuer Mut, neue Hoffnung und eine neue Spielkultur die Euphorie zurück an die Donau. Zwar war der Start in die Playoffs noch etwas holprig, aber die Wiener kamen von Spiel zu Spiel besser in Schwung.
Gegen die Linzer lief man zur Hochform auf. Nach einer ersten Niederlage, fiel man in den folgenden Spielen wie eine Horde Mongolen über die Blackwings her. So legte man bei den drei Siegen den Grundstein jeweils im ersten Spielabschnitt, denn gegenüber dem körperbetonten Spiel zeigte Linz enorme Schwächen.

Wenn am Dienstag die Finalserie startet, ist das alles zuvor vergessen. Grunddurchgang, Zwischenrunde und auch der Weg durch das Playoff ist Schnee von gestern. Ein letztes Mal beginnen die Teams bei Null und kämpfen nun um Alles oder Nichts. Auch wenn sich niemand als Favorit sehen möchte, haben die Wiener der Vorteil nichts zu verlieren zu haben, während auf den Bullen doch der Erwartungsdruck der erfolgreichen Saison lastet. Dadurch hat dieses Finale das Potential etwas Besonderes zu werden.

Also erwarten wir mit Spannung die Entscheidung um den Champion!

„Get ready to rock the ice!“