Wieder Ärger im Nationalteam

Es ist wie die unendliche Geschichte. Beinahe jedes Jahr gerät das Nationalteam mit eher verstörenden Geschichten in die Schlagzeilen. Nach dem Skandal bei den Olympischen Spielen in Sochi, liegt wieder Ärger in der Verbandsluft.

Vor kurzem wurde vom ÖEHV bekannt gegeben, dass Iserlohn’s österreichischer Torhüter Mathias Lange nicht an der Weltmeisterschaft in der Tschechischen Republik teilnehmen wird. Als Begründung führte der Verband die Weigerung Langes an, bei allen Trainingslagern des Nationalteams dabei sein zu wollen, was Teamchef und Salzburg Coach Ratushny so nicht akzeptieren wollte.

Ich werde nicht zulassen, dass man Mathias Lange in der Öffentlichkeit nachsagt, dass es ihm an Begeisterung fehle, für Österreich aufs Eis zu gehen
-Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Rooster GesmbH

Jetzt wirft sich aber der geschäftsführende Gesellschafter der Iserlohn Roosters, Wolfgang Brück für Lange ins Zeug. Laut einem Bericht des Online-Portals hockeyweb.de, kann Brück die Angaben des ÖEHV’s nicht nachvollziehen und hält sie für falsch. „Ich weiß, dass es die Zusage von Mathias Lange gegeben hat, an allen zwischen beiden Seiten vereinbarten Vorbereitungslehrgängen der Nationalmannschaft teilzunehmen. Für ihn war und ist es immer eine besondere Ehre für sein Heimatland auf dem Eis zu stehen, auch deshalb hat er in den letzten zwei Jahren intensiv und hart gearbeitet. Ich werde nicht zulassen, dass man Mathias Lange in der Öffentlichkeit nachsagt, dass es ihm an Begeisterung fehle, für Österreich aufs Eis zu gehen“, so Brück weiter.

Für die Iserlohn Roosters sei eine Verpflichtung sich hinter ihren Torwart zu stellen. „Eine solche Diskussion hat Mathias Lange nicht verdient. Ich weiß, wie enttäuscht er derzeit ist!.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Österreichische Eishockeyverband wegen Personalentscheidungen in die Kritik gerät. So sind etwa die Besetzungen wesentlicher Verbandposten durch altgediente KAC-Spieler ein Dauerthema unter den Eishockeyfans. Auch derzeit werkeln hinter Ratushny als Teamchef mit Dieter Kalt Jun. und Christoph Brandner zwei ehemalige KAC-Cracks hinter der Bande. Zuvor war mit Manny Viveiros der Teamchef auch gleichzeitig der Trainer des KAC’s. Ging es um die Ausbootung verschiedener Personen, zeigte man sich auch nicht gerade zimperlich. Vor allem dann nicht, wenn man öffentliche Kritik übte.

So wurde 2005 der Teamchef Herbert Pöck kurzerhand abgesetzt, weil er es wagte die Cracks bei der WM und den darauf folgenden Abstieg in die Zweitklassigkeit in den Medien zu kritisieren. 2011 stellte der ÖEHV Oliver Setzinger nach Verbandskritik kalt. Lediglich Thomas Vanek kam nach einem ähnlichen Interview im selben Jahr ungeschoren davon.