Torfestival nach der Pause

Der erste Spieltag nach dem International Break war durch einen regen Spielbetrieb geprägt. 70 Tore waren die Ausbeute aus den absolvierten 13 Spielen unter denen sich auch einige Kracher befanden.

Avangard Omsk : Jokerit Helsinki 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Im Ergebnis eher Magerkost, war das Spiel selbst auf Topniveau. Beide Teams hatten sich gegenseitig gut im Griff und so verwundert es nicht, dass der Siegtreffer für die Finnen in der 12. Minute im Powerplay fiel. Mit einem Handgelenksschuss besiegelte Philip Larsen das Schicksal von Omsk. Mann des Tages war jedoch Jokerits Goalie Henrik Karlsson, der zur Hochform auflief und alle 31 Schüsse von Avangard parierte.

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Automobilist Yekaterinburg : Traktor Chelyabinsk 5:2 (0:2 4:0 1:0 )

Chelyabinsk hatte gegen den Tabellenzweiten der Eastern Conference einen guten Start und führte bereits mit 0:2. Ab dem Mittelabschnitt übernahm jedoch Yekaterinburg das Kommando und fuhr einen letztlich ungefährdeten Sieg ein.

Barys Astana : Dinamo Riga 5:1 (0:0 1:0 4:1)

Für die Letten gab es gegen die Kasachen wenig zu holen. Astana war über die gesamte Spielzeit das bessere Team und führte bis kurz vor dem Ende verdient mit 5:0. Den Ehrentreffer für Riga erzielte Vitalijs Pavlovs in der 55. Minute.

Sibir Novosibirsk : Metallurg Novokuznetsk 6:4 (0:0 2:4 4:0)

Überraschend widerspenstig präsentierte sich die Schießbude von Novokuznetsk beim Tabellenführer. Das Schlußlicht der Eastern Conference überraschte sowohl die Zuschauer als auch das Heimteam, als es nach 26 Minuten 0:3 stand, nachdem Sibir ein wenig nervös geworden war und unnötige Strafen genommen hatte. Das Heimteam besann sich jedoch wieder auf die eigenen Stärken und verkürzte in zwei Minuten auf 2:3 ehe Novokuznetsk kurz vor der zweiten Drittelpause den Vorsprung auf 2:4 erhöhte.
Im letzten Spielabschnitt war jedoch Schluss mit lustig. Der Tabellenführer stellte die Verhältnisse klar und erzielte die nötigen drei Tore zur erstmaligen Führung. Das 6:4 erzielte Alexei Kopeikin als Metallurg bereits den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte.

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Ugra Khanty-Mansiysk : Neftekhimik Nizhnekamsk 2:1 (2:0 0:1 0:0)

Lediglich 2100 Zuschauer verfolgten das durchaus spannende aber recht ereignislose Spiel der beiden Teams. Nach zehn Minuten führte Ugra bereits mit 2:0, ehe Neftekhimik in der 32. Minute den Anschlusstreffer erzielte, was auch gleichzeitig den Endstand dieser Begegnung darstellte.

Lada Togliatti : Metallurg Magnitogorsk 1:7 (1:2 0:4 0:1)

Leicht hat es Togliatti als Wiedereinsteiger in die KHL bisher nicht. Mit Platz 13 im Osten kann man nur darauf verweisen, nicht ganz so schlecht dazustehen wie Metallurg Novokuznetsk. Gegen das Steelers aus Magnitogorsk half das freilich wenig. Konnte Lada im ersten Drittel noch dagegenhalten, fuhr Magnitogorsk im Mittelabschnitt über die Gastgeber hinweg und entschied diese 20 Minuten mit 0:4 für sich. Im Schlussdrittel schalteten die Gäste etwas zurück, doch die Hausherren hatten da längst nichts mehr zu melden.

Dinamo Minsk : Medwescak Zagreb 1:4 (0:1 1:1 0:2)

Dinamo Minsk musst vor 9107 Zuschauern eingstehen, dass gegen die Zagreber Bären an diesem Tag kein Kraut gewachsen war.  Die Kroaten führten nach 27:41 Minuten mit 0:2. Kurz keimte in der Minsk-Arena Hoffnung auf, als Alexei Kalyuzhny in der 29. Minute den Anschlusstreffer verbuchen konnte. Doch Zagreb erwiese seinem Wappentier alle Ehre und präsentierte sich “bärenstark”, ließen sie doch noch zwei weitere Treffer zum 1:4 Auswärtssieg folgen.

SKA St. Petersburg : Dynamo Moskau 2:1 (1:2 1:0 1:0)

Im Schlagerspiel des Tages verfolgten 12.100 Zuschauer eine packende Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe. In der 5. Minute gingen die Zarenstädter nach einem Treffer von Ilya Kablukov in Führung. Nach exakt 14 Minuten egalisierte Martins Karsums diesen Vorsprung ehe Dmitry Vishnevsky in der 19. Minute die Moskauer in Front brachte. Mit der Führung vor der Pause brauchte St. Petersburg einige Zeit um ein Mittel gegen die Gäste zu finden. In der 33. Minute war es Nikita Gusev, der dann doch den Ausgleich erzielte. Noch vor den letzten 20 Spielminuten war klar: Wer den nächsten Fehler begeht, verliert dieses Spiel. So war es Moskaus Torhüter Mikko Koskinen der beim 3:2 nicht glücklich aussah. Der gut sichtbare Schuss über die rechte Schulter von Anton Burdasov wäre haltbar gewesen. Da Dynamo in der Folge einige hochkarätige Chancen ausließ, gewann St. Petersburg in einem rassigen Spiel verdient mit 3:2.

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Weitere Ergebnisse:

Ak Bars Kazan : Salavat Yulaef Ufa 2:1 (1:1 0:1 2:0)
Lokomotiv Yaroslavl : Severstal Cherepovets 1:2 n.P. (0:0 1:0 0:1 0:0 0:1)
Spartak Moskau : Vityaz Podolsk 2:1 (0:0 2:0 0:1)
Torpedo Nizhny-Novgorod : Slovan Bratislava 5:3 (3:0 2:1 0:2)
HC Sochi : CSKA Moskau 2:4 (2:0 0:1 0:3)

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