Sieg und Niederlage für Österreichs Teams

Am Donnerstag starteten auch die ersten österreichsichen Teams in die Champions Hockey League Saison. Während die Vienna Capitals vor eigenem Publikum den favorisierten Skelleftea A.I.K mit 3:2 niederrangen, mussten die Blackwings Linz daheim gegen den SC Bern eine 1:3 Niederlage einstecken.

Österreich gegen die Schweiz mag in den meisten Wintersportarten ein Duell auf Augenhöhe sein, im Eishockey ist es jedoch David gegen Goliath. Als David machten sie die Linzer auch entsprechende Hoffnungen Goliath zu Fall zu bringen. Leider wurde daraus wurde nichts.

Die Linzer versuchten ihr Glück im aggresiven Forechecking und vermochten auch dagegenzuhalten. Nachdem man eine Unterzahl überstanden hatte, vergab Neuling Joel Broda alleinstehend vor dem Tor, die größte Chance der Oberösterreicher. Auch Hisey versuchte sein Glück, scheiterte aber.

Es zeigte sich, dass die Gastgeber nicht viele solcher Möglichkeiten bekommen werden. Unmittelbar nach Beginn des Mittelabschnitts scorte Andrew Ebbett für die Berner, die mit hohem Tempo die Linzer langsam und stetig an ihre Grenzen trieben. So fiel in der 30. Minute das verdiente 0:2  und in der 37. Minute das dritte Tor für die Eidgenossen.

Im Schlussabschnitt ließen es die Schweizer etwas gemächlicher angehen und so kam Linz wieder zu Möglichkeiten. In der 46. Minute war es endlich soweit als DaSilva den Puck mit einem Onetimer im Kreuzeck versenkte. Mehr ließen die Berner aber nicht zu, begnügten sich mit der Führung, während Linz nicht mehr zulegen konnte.

Jean-Philippe Lamoureux als Held des Abends

Wie die Linzer galten auch die Vienna Capitals gegen Skelleftea als krasser Außenseiter und ebenso wie die Linzer suchten die Wiener ihr Glück im offenen Schlagabtausch. Die Schweden zeigten von Beginn an ihre individuelle Klasse aber auch Abstimmungsschwierigkeiten, die den Hausherren immer wieder Chancen einräumte.

Dennoch war Skelleftea das Team, welches durch Oscar Möller in der 11. Minute nach einem Stellungsfehler der Verteidigung in Führung ging. Zuvor verhinderte der Neuzugang im Tor, Jean-Philippe Lamoureux einen früheren Rückstand und Jerry Pollastrone vergab eine Riesenchance alleinstehend vor dem Tor. Der Führungstreffer schien die Schweden jedoch nicht zu beflügeln. Beide Teams hielten sich für den Rest des ersten Spielabschnitts gegenseitig in Schach.

Nach dem Start des zweiten Drittels machten die Capitals Druck auf das Tor von Erik Hanses, doch als man ein Powerplay herausholte, stockte der Spielfluss. Mit Ausnahme eines Icings, produzierten die Donaustädter nicht Herzeigbares.

In der 28. Minute durften dann auch die Heimfans jubeln. Taylor Vause traf nach Zuspiel von Jamie Fraser zum Ausgleich. Die Wiener erkannten ihre Möglichkeiten und setzten die Schweden mit viel Laufarbeit und Forechecking unter Druck, die sich vermehrt zu Fehlern hinreissen ließen. In der 35. Minute versenkte Pollastrone nach einem Rebound dann doch noch einen Puck im Netz.

Als sich das Mitteldrittel langsam dem Ende zuneigte, schickten die Referees erst Rafael Rotter und eine Minute später Tyler Cuma auf die Bank. Skelleftea nutzte die 5:3 lediglich um Druck zu erzeugen, Torchancen blieben Mangelware. Die Caps bekamen einen vierten Feldspieler zurück und die Schweden erspielten sich ihre beste Chance im Spiel.

Lamoureux schon geschlagen am Eis liegend, ein schwedischer Stürmer rechts alleinstehend vor dem offenen Gehäuse schlenzte das Spielgerät aufs Tor. Da stemmte sich der Goalie hoch, fuhr die Fanghand aus und fing den Puck noch vor der Linie ab. Dieser Big Save riss die Fans aus ihren Sitzen und zu spontanen Standing Ovations hin, während er bei den Skandinaviern Verzweiflung hinterließ.

Im Schlußabschnitt versuchten die Gäste mit verstärkten Kombinationsspiel den Druck zu erhöhen. Während die Angriffsauslösung trotz des Forecheckings immer besser funktionierte, wirkte Skelleftea im Angriffsdrittel etwas planlos, wodurch die Hausherren nur wenig Probleme hatten, einen Gegentreffer zu verhinden. Es brauchte einen Stellungsfehler, der jenem zum ersten Verlusttreffer zum Verwechseln ähnlich war, um den Ausgleich durch Andrew Calof (54.) zu ermöglichen, der problemlos nach einem Rebound abstauben konnte.

Kurz darauf wurde das Spiel etwas unrund, nachdem Henrik Hetta einen wüsten Check gegen die Bande auspackte. Es blieb aber beim verbalen Meinungsaustausch. Da die Caps zwei weitere Powerplays nicht nutzen und auch Skelleftea nicht mehr punkten konnten, musste die Entscheidung in der Overtime (3 gegen 3) gesucht werden und da ging alles ganz schnell.

Gleich nach Beginn versuchten die Schweden ins Angriffsdrittel zu kommen, hielten dort die Wiener kurzfristig fest. Einen Puckverlust nutze Kelsey Tessier um an der rechten Flanke vorzustoßen. Bedrängt von einem Schweden und bereits an der Bande festgenagelt, legte Tessier die Scheibe auf den mitlaufenden Jamie Fraser ab. Dieser hatte freie Bahn auf Goalie Hanses und versenkte den Puck in bester Stürmermanier zum Siegtreffer.

Weitere CHL Ergebnisse.

Stavanger Oilers HK Nitra 2:1
HV71 Jönköpping Sheffield Stellers 5:3
Krefeld Pinguine Kärpät Oulu 0:2
Adler Mannheim HC Lugano 2:3
Vaxjö Lakers BL Mlada Boleslav 7:3

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