Österreich unterliegt Slovakei 0:2

Feldüberlegenheit und Einsatz reichten dem österreichischen Nationalteam nicht um im ersten Testspiel der neuen Saison gegen die Slovakei zu punkten. Die Gastgeber scheiterten an der Chancenverwertung sowie einem Steilpass und verloren so am Ende 0:2.

Wenn die beiden Nachbarn in einem Eishockeyspiel aufeinandertreffen, sind trotz unterschiedlicher Ausgangslagen (die Slovakei ist seit Jahren ständiges Mitglied der Elitegruppe) stets spannende und gute Spiele mit unterschiedlichem Ausgang entstanden.

Ähnliches durfte man sich auch in dieser Begegnung erwarten, wurde aber vom Team Austria positiv überrascht. Spritzig, frech und körperbetont spielten die Österreicher drauflos und übernahmen bald das Ruder. Besonders mit der Linie Raffl-Grabner-Rotter hatten die Slovaken ihre Probleme. Österreich erspielte sich eine Feldüberlegenheit, die man aber während der gesamten Begegnung nicht in Tore umsetzen konnte.

Auch im Eishockey gilt: „Tore die man nicht schießt, bekommt man!“ Diesem ehernen Gesetz musste sich auch das Nationalteam beugen. Zunächst ging im Mittelabschnitt der Elan verloren, wurden die Gäste stärker. Und doch war es ein Konter der die Niederlage der Gastgeber einleitete. Ein gelungener Steilpass von Ceresnak überrumpelte die heimische Abwehr. Im darauffolgenden Sololauf lies Milos Bubela  Goalie David Kickert keine Chance.

Im Schlussdrittel übernahm wieder Österreich das Kommando, doch wie schon in den ersten beiden Spielabschnitten fand man keinen Weg am guten slovakischen Torhüter vorbei. Auch Powerplays änderten nichts daran. Zwar konnte sich das Team überwiegend in der gegnerischen Zone festsetzen, war jedoch gerade in dieser Phase zu wenig beweglich und daher auch zu ungefährlich. Teamchef Alpo Suhonen setzte zwei Minuten vor dem Ende noch einmal alles auf eine Karte und nahm den zu Halbzeit eingewechselten Daniel Madlener vom Eis. Die Slovaken hielten jedoch erfolgreich dagegen und erzielten drei Sekunden vor der Schlußsirene noch das 0:2 und sicherten sich damit den Sieg.

Trotz der Niederlage kann man mit dem Auftreten des Nationalteams zufrieden sein. Wenn der Abschluss und das Powerplay verbessert werden, sind Olympiaqualifikation und Aufstieg in die A-WM keine Illusion.

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