Slovan erneut vor den Finanzkollaps?

Schwache Leistungen, fehlende Erfolge, ausstehende Gehälter. Bei Slovan Bratislava kriselt es wieder und erneut haben die Slovaken Finanzierungsprobleme.

Bereits 2015 stand der Verbleib Slovans in der KHL auf wackeligen Beinen. In der Vorsaison häufte man Schulden an, konnte die Gehälter nicht begleichen und die künftige Finanzierung war ebenfalls nicht gesichtert. Als Alternative wurden mehrere Optionen in Betracht gezogen. So auch ein Wechsel in die EBEL. Am Ende schaffte man es durch Garantien doch, genügen Geld für eine weitere Teilnahme an der KHL aufzustellen. Eineinhalb Jahre danach wiederholt sich die Geschichte.

„Sie haben uns versprochen, dass wir Ende November eine Zahlung erhalten, aber das ist nicht geschehen“, räumte Radek Smoleňák ein und spiegelt damit das Stimmungsbild im Traditionsklub wieder. Das Team will sich zusammensetzen und das weitere Vorgehen beraten, denn wie Smoleňák betont „sei die Situation unerträglich“.
Der Verein bestätigte die Probleme, versprach jedoch das neue Jahr schuldenfrei zu begehen und bis dahin alle ausstehenden Gehälter bezahlt zu haben. Dennoch gibt es rund um das Team Spekulationen, wonach künftig die Spiele bestreikt werden könnten. Dieser werden naturgemäß von den Vereinsverantwortlichen verworfen und beteuert, dass Slovan weiterspielen wird.

Aus sportlicher Sicht kann diese Krise zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen. 19 Spiele vor dem Ende der Regular Season trennen die Slovaken 15 Punkte von einem möglichen Playoff.

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Bild: Alexander Golovko

 

 

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