Jokerit mit Millionenverlusten

Jokerit Helsinki hat in den beiden ersten KHL Saisonen einen Gesamtverlust von knapp 29 Mio Euro erlitten. Das berichtet das finnische Wirtschaftsmagazin „Kauppalehti“ Der Spielbeitrieb sei jedoch nicht in Gefahr.

Finnlands Aushängeschild in Sachen Klubeishockey hatte in den letzten beiden Saison einen schweren Start. Alleine in der Vorsaison häufte sich ein veritables Defizit von 15 Mio Euro an. Jokerits CEO Jukka Kohonen macht dafür hauptsächlich zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen, das frühe Ausscheiden in den Playoffs nach einer starken Regular Season, zum anderen die Russland-Sanktionen, die es Jokerit unmöglich machen das „volle Potential des russischen Marktes zu nutzen“.

Dem Wirtschaftsmagazin zufolge ist aber Jokerits Finanzplan bereits zum Scheitern verurteilt. In der Saison 2014/15 beliefen sich die Personalkosten des Vereins auf 13,1 Millionen Euro. Die betrieblichen Aufwendungen des Vereins schlugen sich noch einmal mit ca. 10 Mio Euro zu Buche. Demgegenüber stand ein Umsatz von lediglich 11,6 Mio nach einer starken Premierensaison. Im Vorjahr – bedingt durch das frühe Playoff-Aus – sank der Umsatz auf 10,2 Mio Euro.

Warum Jokerits CEO den Spielbetrieb nicht gefährdet sieht, mag an der Eigentümerstruktur des Vereins liegen. 51% der Anteile gehören dem finnischen Politiker und Geschäftsmann Harry Harkimo, die restlichen 49% werden von russischen Investoren wie etwa den Oligarchen und Putin-Freund Gennady Timchenko (gleichzeitig Präsident von SKA St. Petersburg und der KHL) und Roman Rotenberg. Auch ihn verbindet eine freundschaftliche und nicht uneigennützige Beziehung zum russischen Präsidenten und wie Timchenko ist auch Rotenberg im Vorstand von SKA St. Petersburg und der KHL tätig

LINK: KHL Top Management

Gute Voraussetzungen für mögliche „lebenserhaltende Maßnahmen“.

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